Werder-Double 2003/04
  Viertelfinale (Fürth)
 

SpVgg Greuther Fürth - Werder Bremen 3:2 (1:0)
Dienstag, 3. Februar 2004, 20:30 Uhr


Fürth: Neuhaus - Weber, Westermann, Kleine, Kümmerle - Hoffmann, Jarolim (61. Caillas), Surmann, Burkhardt - Feinbier (88. Eigler), Ruman

Bremen: Reinke - Davala, Ismael, Krstajic, Stalteri - Ernst (61. Lagerblom), Lisztes (61. Borowski), Baumann, Micoud - Ailton (77. Valdez), Klasnic

Tore: 0:1 Stalteri (18.), 1:1 Ismael (74./Eigentor), 2:1 Feinbier (76.), 2:2 Micoud (90.), 2:3 Klasnic (90.)

Gelbe Karten: Feinbier - Ailton, Klasnic

Gelb-Rote Karte: Davala (82.)

Schiedsrichter: Thorsten Kinhöfer (Herne)

Zuschauer: 14.500 im Playmobil-Stadion

Der Pokalabend bei der SpVgg Greuther Fürth wird zu einem Musterbeispiel für diese verdammten "eigenen Gesetze", ohne deren Beschwörung keine Pokalübertragung jemals auskommen wird. Werder spielt die verschüchterten Franken in der ersten Halbzeit geradezu an die Wand, schießt aber nur ein Tor durch Stalteri und wird mit zunehmender Spieldauer arrogant und pomadig, und dann noch arroganter und noch pomadiger, und irgendwann geht gar nichts mehr. Eine Viertelstunde vor Schluss gleicht Valérien Ismael per Eigentor aus, kurz danach pennt die gesamte Hintermannschaft und lässt den Fürther Feinbier unbedrängt zum frenetisch gefeierten 2:1 für den krassen Außenseiter einwummsen. Wenige Minuten später holt sich Ümit Davala eine gelb-rote Karte der unklügeren Art ab.

Werder scheint mausetot, hat das Spiel aus der Hand geschenkt, und der über sich hinauswachsende Zweitligist verspürt keine Neigung, Werder ein Gegengeschenk zu bereiten. Als ganz Fürth schon im Freudentaumel schunkelt, geschieht das Unfassbare: aus dem Nichts erzielt Johan Micoud ein Abstaubertor, und als sich die Fürther noch über die drohende Verlängerung ärgern, schießt Ivan Klasnic sie mit einem ansatzlosen Drehschuss aus spitzem Winkel direkt vom Himmel in die Fußball-Hölle. Werder ist im Halbfinale, und kein Werder-Fan übersteht dieses Spiel, ohne anschließend massive Abstriche bei der verbleibenden Lebenserwartung anerkennen zu müssen.

Die positiver Lehre des Trainers lautet nach dem Fight: "Auf der einen Seite spricht es für die Mannschaft, so ein Ding noch in Unterzahl zu drehen. Und auf der anderen Seite hat es uns verdeutlicht, dass wir in jedem Spiel alles aufbieten müssen, um die Klasse, die wir zuvor angeboten hatten, wieder liefern zu können."

 
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